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31.05.17 | Kategorie: Herz

Mehr Lebensqualität für Patienten mit künstlichen Herzen

Die Zahl der Patienten mit einem künstlichen Herzen ist in den letzten zehn Jahren dramatisch gestiegen. Allein in Deutschland betrifft das mehrere tausend Menschen. Nach der Reha ist die körperliche Verfassung der Patienten zwar meist stabil, aber sie sind weiterhin nur eingeschränkt belastbar. Darunter leidet auch ihre seelische Gesundheit. Eine neue Studie des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) setzt hier an und überprüft, ob ein abgestimmtes körperliches Training die Fitness und Lebensqualität von Patienten mit einem Kunstherz verbessern kann.


© Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com


Für viele Patienten mit einer Herzschwäche im Endstadium ist eine Herztransplantation die einzige Chance zu überleben. Doch es gibt zu wenige Spenderherzen und gleichzeitig wächst die Zahl der Menschen, die ein neues Herz brauchen. Um die Wartezeit bis zur Transplantation zu überbrücken, und zunehmend auch als dauerhafte Lösung, bekommen die Patienten zusätzlich ein künstliches Herz eingepflanzt, ein sogenanntes links-ventrikuläres Herzunterstützungssystem (left ventricular assist device). Dabei handelt es sich um eine elektrische Pumpe, die direkt neben dem Herz sitzt und Blut aus der linken Herzkammer in die Hauptschlagader leitet. Batterien, die außen getragen werden, versorgen das Herzunterstützungssystem mit Strom.

Unmittelbar nach der Implantation eines künstlichen Herzens sind die Patienten in einem extrem schlechten körperlichen Zustand. „In den ersten drei Monaten nach der Operation verbessert sich der Zustand der Patienten zwar, aber dann wird ein steady state erreicht, bei dem sich das Befinden auf einem konstanten aber leider meist niedrigen Niveau stabilisiert“, erläutert Prof. Frank Edelmann, einer der Studienleiter an der Charité - Universitätsmedizin Berlin.


Positive Erfahrungen übertragen

Mit der DZHK-Studie Ex-VAD wollen die Wissenschaftler nun untersuchen, ob Patienten mit einem Kunstherz von einem körperlichen Training profitieren. Ihre Operation sollte dabei mindestens drei Monate zurückliegen. „Aus Studien bei Menschen mit einer chronischen Herzschwäche wissen wir, wie positiv sich so ein Training auf die körperliche Leistungsfähigkeit und damit auch auf die Lebensqualität auswirkt“, erklärt Edelmann. „Das erhoffen wir uns auch für die Patienten mit einem Kunstherzen. Denn die eingeschränkte Belastbarkeit beeinträchtigt auch ihre seelische Gesundheit. 30 bis 40 Prozent der Patienten zeigen depressive Symptome.“


Langfristiges Ziel: künstliche Herzen wieder entfernen

In der Studie nehmen die Patienten für zwölf Wochen an einem moderaten Sportprogramm teil. Dreimal pro Woche trainieren sie zunächst auf einem Fahrradergometer, nach vier Wochen ergänzt ein zugeschnittenes Krafttraining ihren Übungsplan. Neben der körperlichen Fitness, Biomarkern im Blut und Untersuchungen zur Herzfunktion und -struktur wird dabei auch ermittelt, wie sich die Lebensqualität der Studienteilnehmer verändert. Nach Abschluss der Trainingsphase werden sie außerdem weitere zwölf Wochen lang regelmäßig untersucht, um Langzeiteffekte zu messen.

„Wir hoffen, dass sich auch die Leistung des natürlichen Herzens durch die regelmäßige körperliche Bewegung verbessert. Denn unser langfristiges Ziel ist es, das eigene Herz so zu stärken, dass das künstliche Herz nach einer gewissen Zeit wieder herausgenommen werden kann“, blickt Edelmann in die Zukunft.

Neben Berlin beteiligen sich auch die DZHK-Standorte Hamburg und München an der Pilotstudie. Sollten sich die positiven Erwartungen der Wissenschaftler bestätigen, müssen große multizentrische Studien die Effekte des körperlichen Trainings untermauern, bevor es Eingang in die Behandlungs-Leitlinien für diese Patientengruppe finden kann.

Studientitel:
Exercise Training in Patients with Left Ventricular Assist Device (Ex-VAD)
Studienleiter:
Prof. Dr. med. Frank Edelmann, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Kardiologie, Campus Virchow Klinikum; frank.edelmann@charite.de
Prof. Dr. med. Burkert Pieske, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Kardiologie, Campus Virchow Klinikum; burkert.pieske@charite.de
Prof. Dr. med. Martin Halle, Technische Universität München, Lehrstuhl für Prävention und Sportmedizin, Klinikum rechts der Isar; halle@sport.med.tum.de
Prof. Dr. med. Volkmar Falk, Deutsches Herzzentrum Berlin, Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie; falk@dhzb.de

Studienkoordination:
Dr. med. Anna Bobenko, Charité - Universitätsmedizin Berlin, Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Kardiologie, Campus Virchow Klinikum; anna.bobenko@charite.de

 



 




















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