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21.02.10 | Kategorie: Allgemeines

Gewebespenden sind 2009 um 37 Prozent gestiegen

Die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation konnte die Spende und Transplantation von Augenhornhäuten, Herzklappen und Blutgefäßen im vergangenen Jahr weiter steigern. Die Wartezeit auf ein Augenhornhauttransplantat ist auf einen Monat gesunken.



Das Jahr 2009 brachte eine deutliche Steigerung der Spende- und Transplantationszahlen im Netzwerk der DGFG. Insgesamt haben bundesweit 1.156 Menschen nach ihrem Tod Gewebe gespendet, um kranken Patienten mit einem Transplantat zu helfen. Das sind 310 Spender mehr als im Vorjahr.

Die Zahl der Gewebespender ist damit um 37 Prozent angewachsen. Gleichzeitig weist die Anzahl der gespendeten Gewebe einen Anstieg um 519 auf 4.182 Gewebepräparate aus. „Die Versorgung von Patienten mit einem Gewebetransplantat wird bei dieser Entwicklung in zwei Jahren sicher gestellt werden können“, sagt der Geschäftsführer der DGFG, Martin Börgel. „Die Wartezeit auf ein Hornhauttransplantat ist deutlich auf etwa einen Monat gesunken“ ergänzt der Medizinische Leiter der DGFG, Dr. Frank-Peter Nitschke.

Die aktuellen Zahlen bestätigen die erfreuliche Entwicklung der vergangenen Jahre. Neben den gestiegenen gesetzlichen Anforderungen hat das Inkrafttreten des Gewebegesetzes im Jahr 2007 vor allem aber für deutlich mehr Sicherheit  und Transparenz im Spendebereich gesorgt. Nach den erforderlichen Umstrukturierungen konnte die Gewebespende gemeinsam mit den kooperierenden Kliniken zum Wohle der Patienten gesteigert werden.

Die Zahl der Gewebespenden ist von zwei entscheidenden Faktoren abhängig. Einerseits von der Zustimmung des Verstorbenen bzw. seiner Angehörigen, andererseits vom Engagement der Krankenhäuser. „Wir sehen eine zunehmende Zustimmung für die Spende von Geweben in der Bevölkerung und ein großes Engagement der Kliniken, die Gewebespende weiter zu steigern, um eine Selbstversorgung in Deutschland sicher zu stellen“, verdeutlicht Nitschke. Um die Abläufe einer Gewebespende optimal zu vernetzen und die Krankenhäuser im Gewebespendeprozess zu entlasten, hat die DGFG gemeinsam mit den kooperierenden Kliniken auf Basis des Transplantations- und Gewebegesetzes stabile Prozesse in den Kliniken etabliert. Als vorbildlich konnten die Strukturen bereits in den Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen umgesetzt werden. In Mecklenburg-Vorpommern wird eine Gewebespendezahl von 250 Spendern pro eine Million Einwohner erreicht.

Unterstützt werden die kooperierenden Kliniken durch den Einsatz sogenannter Inhouse-Koordinatoren, die die Abläufe vor Ort mit persönlicher Präsenz unterstützen und umsetzen. „Bisher haben sich zahlreiche Universitätsklinika und Krankenhäuser dieser Art der Kooperation angeschlossen“, sagt Martin Börgel.  „Die Chance, die postmortale Spende durch eine intensive Zusammenarbeit zu befördern, um Menschenleben zu retten bzw. eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen, muss weiter konsequent ausgebaut werden“, betont Dr. Frank-Peter Nitschke.

In der breiten Öffentlichkeit wird sich die DGFG auch künftig dafür einsetzen, dass mehr Menschen die Bedeutung und Dringlichkeit der Organ- und Gewebespende erkennen und sich aktiv dafür entscheiden. Dazu gehört auch, die Gewebespende fest im gemeinnützigen Rahmen zu verankern.

Die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation (DGFG) ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation, die seit 1997 die Gewebespende und -transplantation in Deutschland unterstützt. Sie stellt seit 2007 ein Netzwerk zahlreicher deutscher Kliniken, Gewebebanken und anderer medizinischer Einrichtungen dar, die ausschließlich im Bereich der nicht-kommerziellen Gewebespende tätig sind. Es ist das größte deutsche Netzwerk seiner Art auf dem Gebiet der Gewebemedizin. Die DGFG koordiniert gemeinsam mit den kooperierenden Kliniken unter Berücksichtigung der lokalen Strukturen die Gewebespende vor Ort.

Alle Zahlen aus dem Jahr 2009 sind vorläufige Zahlen.

 



 






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Weimar, W., Bos, M. A., Busschbach, J. J. (Eds)

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T. Gutmann, A. S. Daar, R. A. Sells, W. Land (Eds.)

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