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02.03.10 | Kategorie: Herz |
Brennpunkte der Herztransplantationsnachsorge: Vortrag anlässlich des Symposiums „20 Jahre Herztransplantation in Heidelberg“ |
Nach einer Herztransplantation stellt die Nachsorge des Patienten eine wichtige, interdisziplinäre Aufgabe und große Verantwortung für das Transplantationsteam dar. Das Spenderorgan soll einerseits möglichst lange seine Funktion erhalten, andererseits müssen Begleiterkrankungen und Risikokonstellationen kontrolliert werden.
In seinem Vortrag anlässlich des Symposiums „20 Jahre Herztransplantation in Heidelberg“ erläuterte Dr. Andreas Dösch vom Universitätsklinikum Heidelberg Langzeitkomplikationen im Bereich der Herztransplantation. Dazu zählt neben der Transplantatvaskulopathie auch die Entstehung von Malignomen. Dr. Dösch analysiert in seinem Beitrag zum Symposiumsband in Transplantationsmedizin (Heft 1-2010) die Inzidenz maligner Tumore anhand der Daten von 211 HTX-Patienten, die zwischen 1989 und 2005 herztransplantiert und in Heidelberg gemäß Zentrumsstandard nachbetreut wurden, und beschreibt dabei Risikofaktoren sowie den Einfluss einer Calcineurininhibitor-freien immunsuppressiven Therapie auf Überleben bzw. Rezidivrate nach Erstdiagnose eines Malignoms.
In Bezug auf Infektionen untersuchte Dr. Dösch in seiner Studie die EBV-Viruslast in Abhängigkeit der Immunsuppression bei erwachsenen HTX-Patienten sowie den Zusammenhang zwischen EBV-Viruslast und Entstehung einer PTLD. Neben bekannten Pathogenen wie dem EBV-Virus muss sich die HTX-Nachsorge z. B. auch mit Toxoplasma gondii-Infektionen befassen, die bei immunkompromittierten Patienten schwere Folgeschäden verursachen können. Die Optimierung der Begleittherapie (z. B. Herzfrequenzkontrolle mittels Ivabradin) stellt einen weiteren wichtigen Bestandteil der HTX-Nachsorge dar.
Mit einer möglichst effektiven Vorsorge zur Vermeidung, Erkennung und Therapie von Komplikationen im Langzeitverlauf unter Bewahrung einer zufriedenstellenden Lebensqualität ist die Wiedereingliederung des herztransplantierten Patienten in sein gewohntes Umfeld das übergeordnete Ziel des Transplantationsteams. |
- Info:
Andreas Dösch: Brennpunkte der Herztransplantationsnachsorge
In:
Symposiumsband „20 Jahre Herztransplantation in Heidelberg“
Transplantationsmedizin 1-2010

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