Nino Wolframs Leben hängt wortwörtlich an einem Kabel. Es versorgt sein künstliches Herz mit Energie. Seit fünfeinhalb Jahren lebt der 26 Jahre alte Mann mit einem Kunstherz. Ein Rekord.
Heart transplant recipients and their physicians are likely more concerned with the function of the donated organ than with the donor's DNA sequences that tag along in the new, healthy tissue. However, researchers at the Stanford University School of Medicine have shown that an increase in the amount of the donor's DNA in the recipient's blood is one of the earliest detectable signs of organ rejection.
Wie die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) auf ihrer 40. Jahrestagung in Stuttgart bekannt gab, führten die deutschen Herzchirurgen im Jahr 2010 rund 122.000 Eingriffe durch. Diese Gesamtzahl entspricht der Zahl der Eingriffe in den Vorjahren. Weiter gestiegen ist im Jahr 2010 das Durchschnittsalter der operierten Patienten: Deutlich mehr als die Hälfte der herzchirurgischen Patienten waren im vergangenen Jahr 70 Jahre oder älter; im Jahr 1994 waren es dagegen nur rund ein Viertel der Patienten.
Langfristig werden viele Herztransplantate Opfer einer Vaskulopathie: Gefäße im Herzen verändern sich und setzen sich zu. Versuche, sie wieder zu öffnen, bringen meist nur kurzfristige Erfolge. Wahrscheinlich tragen verschiedene Mechanismen zur Problematik bei. Mit großer Wahrscheinlichkeit spielen zwei Faktoren die wesentliche Rolle: erhöhte Blutfettwerte (Dyslipidämie) und ein ausgeprägtes Fibrinogen, das wesentlich zur Blutgerinnung beiträgt.
Mehrere Gender-Effekte im Rahmen von Herztransplantationen hat Arezu Zejnab Aliabadi von der Universitätsklinik für Chirurgie der Medizin-Uni Wien am AKH identifiziert. Sie wurde dafür von der Österreichischen Gesellschaft für Transplantation, Transfusion und Genetik mit dem Young Investigator Award ausgezeichnet.
Sie leben mit einem Kunstherz so lange wie kaum ein anderer Mensch auf der Welt: In der Brust des heute 26-jährigen Nino Wolfram arbeitet seit dem 29. Oktober 2005 das kontinuierlich pumpende Herzunterstützungssystem "Heartmate II", der 50-jährige Uwe Schulze hatte sein Kunstherz zwei Wochen später eingesetzt bekommen und der 28-jährige Bastian Heidhoff bereits drei Monate zuvor. In dieser Zeit hat die Miniaturpumpe knapp 15 Millionen Liter Blut gepumpt. Professor Dr. Martin Strüber aus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), Klinik für Herz-, Thorax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie, hatte den drei Männern die kleinen Lebensretter eingesetzt. Sie gehören zu den ersten Patienten weltweit, die in der MHH dieses Kunstherz implantiert bekamen; in den USA leben zwei Patienten noch etwas länger mit dem Herzunterstützungssystem.
Menschen, die auf eine Herztransplantation warten, leiden häufiger unter Depressionen als andere. Dies kann den Verlauf der Erkrankung ungünstig beeinflussen. Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben sich mit Depressivität bei herzkranken Patienten und dem Zusammenspiel mit anderen Faktoren wie körperlicher Aktivität und sozialen Beziehungen befasst. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass Maßnahmen zur Verringerung der Depression und zur Steigerung körperlicher Aktivität einen positiven Einfluss haben können. "Für schwer herzkranke Patienten ist es wichtig, aktiv zu bleiben, um eine Herztransplantation durchzustehen und anschließend wieder möglichst schnell auf die Beine zu kommen", sagt Dr. Heike Spaderna vom Psychologischen Institut der Universität Mainz. "Angesichts unserer Studienergebnisse raten wir dazu, die körperliche Betätigung im Alltag zu steigern und gleichzeitig depressive Symptome zu behandeln."
Zum ersten Mal in Deutschland haben Herzchirurgen des Universitätsklinikums Münster (UKM) bei einem Patienten eine neuartige Pumpe für die Kurzzeitunterstützung bei stark pumpschwachen Herzen implantiert. Bei diesem so genannten „PulseCath-System“ wird ein Katheter über die Schlüsselbeinarterie in das Herz vorgeschoben. Nach außen wird der Katheter an eine spezielle Pumpkammer angeschlossen. Über eine neuartige patentierte Klappentechnik kann mit diesem Katheter Blut aus dem Herzen entnommen und in die Hauptschlagader wieder hereingepumpt werden. Diese Pumpe wurde bislang nur in den Niederlanden und Belgien benutzt. Durchgeführt wurde der Eingriff von Prof. Dr. Stefan Klotz, Oberarzt in der Klinik und Poliklinik für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (Direktor: Prof. Dr. Hans H. Scheld). Dem Patienten geht es gut: Aktuell wartet er, versorgt mit einem kompletten Kunstherzsystem zur Langzeitunterstützung, auf ein Spenderherz.