Mit einer kombinierten Herz-, Lungen- und Leber-Transplantation haben die Chirurgen am Universitätsklinikum Jena erfolgreich einen extrem seltenen Eingriff durchgeführt. Eine solche Dreifach-Transplantation wurde in Deutschland bisher nur bei fünf Patienten vorgenommen, weltweit ist dies erst die 33. Transplantation dieser Art.
"Heart and lung transplantation (Tx) remains the mainstream treatment to improve the prognosis and quality of life of patients with a variety of end-stage cardio-respiratory diseases. The process however, is constrained by critical shortages of suitable organs in addition to transplantation-related acute heart and lung injury that contributes to both postoperative mortality and the development of chronic rejection and ultimate demise of the recipient. There has been great progress in mechanistic and diagnostic aspects of these perioperative events at molecular, cellular, physiological and clinical domains, which is beginning to translate into some preclinical and early clinical therapeutic strategies. Furthermore, assist-device and ex vivo perfusion technologies have transformed the management of end-stage heart and lung disease, not only providing bridge to transplantation but also bridge to recovery," Dr. Nandor Marczin (Imperial College London) reports (in Applied Cardiopulmonary Pathophysiology 1/2010).
Drei Herztransplantationen fast innerhalb eines Tages: Diese besondere Herausforderung haben die Transplantationsteams der Universitätsklinik für Herzchirurgie Heidelberg Anfang März 2010 mit Bravour bewältigt und haben damit drei schwerkranken Patienten, die so schnell wie möglich ein neues Herz benötigten, das Leben gerettet. Alle drei Patienten haben sich inzwischen gut von dem Eingriff erholt.
Bei der Standardtechnik der Herztransplantation bleiben Teile des erkrankten Organs im Körper des Patienten. Für Professor Dr. Falk-Udo Sack (Universitätsklinik Heidelberg) ist jedoch die vollständige Entfernung die bessere Lösung. Nach dieser total orthotopen Transplantation ist das Risiko einer AV-Klappeninsuffizienz deutlich vermindert, schreibt der Chirurg in "Transplantationsmedizin".
"Left ventricular assist devices (LVAD) are increasingly used in patients with end-stage heart failure as a destination therapy. Not all patients benefit durably from their improved quality of life under VAD-support. For some of them many psychological items might be a source of problems in their life far from normal. Depression and anxiety are well-documented in patients with end-stage heart failure and correlate with a higher risk of suicide," Dr. Katharina Tigges and coleagues (Bad Oeynhausen/Germany) emphasize.
1999 begann die Zeitrechnung für die Herzchirurgie in Thüringen, damals wurde am Universitätsklinikum Jena die Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie eingerichtet. Am 28.11.1999 wurde hier das erste Herz transplantiert. Elf Jahre später operiert jetzt Prof. Khosro Hekmat den 100. Patienten, dem am UKJ ein neues Herz übertragen wird.
Zum Monitoring nach einer Herztransplantation gehören derzeit regelmäßige Endomyokardbiopsien. Ihre Zahl konnte in einer Studie im New England Journal of Medicine (2010; doi: 10.1056/NEJMoa0912965) erfolgreich durch Bluttests ersetzt werden, die das Genprofil der Abwehrzellen untersuchen, die für die Abstoßungsreaktionen verantwortlich sind.
Zum 100. Mal hat die Kinderkardiologie des LMU-Klinikums erfolgreich ein Kinderherz transplantiert. Die 14 Monate alte Annabell erfreut sich nach der Operation bester Gesundheit.